Nachruf für eine Freundin und Kollegin

Ein letzter Gruß an Freia Kabel

von Conny Dollbaum-Paulsen

Bis ganz zuletzt hast du dem Wunder eine Chance gegeben – was für ein Lebenswille, mit dem du dich diesem so unerbittlich nach dir greifenden Krebs entschlossen, leidenschaftlich und ungeheuer mutig entgegen gestellt hast; welche Kraft du hattest, die (fast) alles möglich machte – aber eben nur fast…

 

Wie sehr du fehlen wirst: als Heilnetz-Macherin in Hamburg, als Freundin, Gefährtin, Mutter, Tochter, Schwester, Tante und Kollegin – vor allem aber als eine, die unnachahmlich-einzigartig Funkensprühen konnte und damit, ganz konkret und oft erlebt, mutlose Zweifel am Gelingen einer Sache klein und matt erscheinen ließ.

Du wirst fehlen als eine mit überbordender Lebenslust, großartigem Humor und ansteckender Begeisterungsfähigkeit für die drei Hs: Heilpraxis, Homöopathie und Heilnetz – und natürlich vieles mehr.

Du bunter Seelenvogel mit dem schönen Glanzgefieder – wir sehr hast du bezaubert. Sirrend und vibrierend flogst du mit uns, mit weiten Schwingen wurden Zweifel fortgetragen.

Wie gut du trösten konntest und wie unerschrocken Fragen stellen. Was für ein tolles Weib du warst mit allem Suchen, Ringen und auch Finden.

Und doch bist du jetzt da, wo dieser erdenschwere Körper nicht mehr zerrt und zieht und schmerzt – jetzt ist es buntgelichtet um dich rum, ein Glanz, den viele sehr vermissen werden. Zum Glück sind Seelen ja nicht ortsgebunden.

So können alle, die dich kannten, mit dir fliegen, sein und lachen – vor allem dann, wenn Zweifel angeschlichen kommen, die ein Projekt gefährden könnten: Dann, liebe Freia, ist es gut, dich FederFlügelVogel mal kurz zu fragen, was du zu sagen hast. Ich weiß, das wird ganz sicher helfen – und nicht nur mir.

Du fehlst.
Dem Heilnetz. Mir. Und vielen.

Und doch ist richtig tröstlich, dich überhaupt gekannt zu haben.
Und mit dir als Begleiterin, nicht mehr als Macherin, wird Heilnetz Hamburg weiter gehen – das versprechen wir.

Freia Kabel starb am 17. September im Hospiz in Hamburg-Volksdorf.

P.S. Und richtig froh bin ich, dass ich, als du noch lebtest, statt eines Nachrufes einen Zuruf für dich schrieb, der dich erfreute.

 

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